FRANKFURT AM MAIN, 07.05.2024
YOUNG TALENTS | Junge Architekt/innen aus der Shortlist des DAM Preis 2024
Am 7. Mai 2024 fanden die JUNG Architekturgespräche zum 15. Mal in Frankfurt am Main statt. Der Abend in der Jugend-Kultur-Kirche St. Peter stand unter dem Motto Young Talents. Dazu hatten wir junge Architektinnen und Architekten aus der Shortlist des DAM Preis 2024 eingeladen - darunter auch die beiden Preisträger Gustav Düsing und Max Hacke.
Zu Gast waren Julia Naumann (*1988) und Max Wasserkampf (*1986) von Naumann Wasserkampf Architekten aus Weimar, Lisa Häberle (*1993) und Valerio Calavetta (*1988) von Studio Sozia aus Karlsruhe sowie Gustav Düsing (*1984) und Max Hacke (*1986) aus Berlin, die mit ihrem Studierendenhaus an der TU Braunschweig nicht nur für die Shortlist des DAM Preis 2024 nominiert waren, sondern auch als Preisträger aus dem Verfahren hervorgingen.
Die Moderation des Abends lag in den Händen von Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM).
Impressionen
JULIA NAUMANN &
MAX WASSERKAMPF
NAUMANN WASSERKAMPF ARCHITEKTEN, WEIMAR
Nach ihrem Studium an der Bauhaus-Universität Weimar gründeten Julia Naumann und Max Wasserkampf 2017 ihr Architekturbüro Naumann Wasserkampf Architekten in Weimar. Schnell feierten die beiden erste Wettbewerbserfolge und Realisierungen. Es folgten die Berufung in den BDA sowie in den AKJAA, den Arbeitskreis junger Architektinnen und Architekten im BDA. Beide sind zudem in der Lehre tätig: sie aktuell als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauhaus-Universität Weimar, er als Gastprofessor an der TU Dresden.
Naumann Wasserkampf Architekten waren mit der Parktoilette im Park an der Ilm in Weimar für die Shortlist des DAM Preis 2024 nominiert.
„Wir sehen im architektonischen Objekt ein Haus, das nur als Teil des Ortes, der Stadt zu begreifen ist. Die Auseinandersetzung mit dem Vorgefundenen sowie die Interpretation und Abstraktion architektonischer Themen prägt die Arbeiten unseres Büros.“
Naumann Wasserkampf Architekten waren mit der Parktoilette im Park an der Ilm in Weimar für die Shortlist des DAM Preis 2024 nominiert.
„Wir sehen im architektonischen Objekt ein Haus, das nur als Teil des Ortes, der Stadt zu begreifen ist. Die Auseinandersetzung mit dem Vorgefundenen sowie die Interpretation und Abstraktion architektonischer Themen prägt die Arbeiten unseres Büros.“
LISA HÄBERLE &
VALERIO CALAVETTA
STUDIO SOZIA, KARLSRUHE
Nach Studienaufenthalten am Karlsruher Institut für Technologie, der Technischen Universität München und der Universita Federico II degli Studi Napoli gründeten Lisa Häberle und Valerio Calavetta 2023 das in Karlsruhe ansässige Architekturbüro Studio Sozia. Das Büro hat seinen Schwerpunkt in der Entwicklung experimenteller Projekte an den Schnittstellen zwischen sozialen, ökologischen, ökonomischen und ästhetischen Fragestellungen. Zudem sind sie zu den Themen des sortenreinen Konstruierens, des Entwerfens und der Baukonstruktion in der Lehre und Forschung am Karlsruher Institut für Technologie tätig.
Studio Sozia waren für das Projekt TINA, einem flexiblen Büro- und Wohngebäude in Breisach am Rhein, für die Shortlist des DAM Preis 2024 nominiert.
„Am Anfang steht für uns die Frage nach der Notwendigkeit: Das heißt, die Bauaufgabe im Kontext aktueller Debatten zu hinterfragen, potentielle Möglichkeitsräume zu erforschen und einen sozialen oder ökologischen Mehrwert zu identifizieren. Dabei versuchen wir Architekturen zu entwickeln, die sich nicht nur über die reine Ästhetik definieren, sondern vielmehr als eine forschende Auseinandersetzung zu den Fragen unserer Zeit – etwa dem Wohnraummangel, dem Wandel der Arbeitswelten oder der sozialen Interaktion – verstanden werden sollen.“
Studio Sozia waren für das Projekt TINA, einem flexiblen Büro- und Wohngebäude in Breisach am Rhein, für die Shortlist des DAM Preis 2024 nominiert.
„Am Anfang steht für uns die Frage nach der Notwendigkeit: Das heißt, die Bauaufgabe im Kontext aktueller Debatten zu hinterfragen, potentielle Möglichkeitsräume zu erforschen und einen sozialen oder ökologischen Mehrwert zu identifizieren. Dabei versuchen wir Architekturen zu entwickeln, die sich nicht nur über die reine Ästhetik definieren, sondern vielmehr als eine forschende Auseinandersetzung zu den Fragen unserer Zeit – etwa dem Wohnraummangel, dem Wandel der Arbeitswelten oder der sozialen Interaktion – verstanden werden sollen.“
GUSTAV DÜSING
ARCHITEKT, BERLIN
Gustav Düsing hat in Stuttgart und London studiert und führt seit 2015 ein Architekturbüro in Berlin. Er hat an zahlreichen Kunst- und Architekturausstellungen teilgenommen. 2021 und 2022 war er Stipendiat an der Villa Massimo. Nach verschiedenen Lehrstationen war er im Jahr 2021 Dozent an der Cornell University und Gastprofessor an der Universität Roma Tre.
Gemeinsam mit Max Hacke wurde Gustav Düsing für das Studierendenhaus der TU Braunschweig mit dem DAM Preis 2024 ausgezeichnet.
„In meiner Arbeit suche ich nach ressourcenschonenden Alternativen zu den gängigen Strategien der Nachhaltigkeit und hinterfrage dabei das Verhältnis des Menschen zu seinem unmittelbaren Klima. Das Konzept einer ortsungebundenen Architektur und die Reduktion von Materialien spielen dabei ebenso eine Rolle wie das Hinterfragen von unverhältnismäßigen Komfortansprüchen seiner Bewohner/innen.“
www.gustav-duesing.com
Bild: © Leonhard Clemens
Gemeinsam mit Max Hacke wurde Gustav Düsing für das Studierendenhaus der TU Braunschweig mit dem DAM Preis 2024 ausgezeichnet.
„In meiner Arbeit suche ich nach ressourcenschonenden Alternativen zu den gängigen Strategien der Nachhaltigkeit und hinterfrage dabei das Verhältnis des Menschen zu seinem unmittelbaren Klima. Das Konzept einer ortsungebundenen Architektur und die Reduktion von Materialien spielen dabei ebenso eine Rolle wie das Hinterfragen von unverhältnismäßigen Komfortansprüchen seiner Bewohner/innen.“
www.gustav-duesing.com
Bild: © Leonhard Clemens
MAX HACKE
ARCHITEKT, BERLIN
Max Hacke ist freischaffender Architekt in Berlin. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und als Stipendiat an der Architectural Association in London. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Braunschweig und Dozent an der TU Berlin.
Gemeinsam mit Gustav Düsing wurde Max Hacke für das Studierendenhaus der TU Braunschweig mit dem DAM Preis 2024 ausgezeichnet.
„In Praxis, Forschung und Lehre beschäftige ich mich mit der Rolle von Architektur bei der Gestaltung sozialer und kollektiver Dynamiken. Konzeptionelle Schwerpunkte bilden dabei Wandelbarkeit und Flexibilität von Architektur sowie die Tendenz, Architektur als Prozess zu verstehen und weniger als Objekt. Dabei sind Projekte immer auch ein Resultat kollaborativer Arbeitsweisen.“
Gemeinsam mit Gustav Düsing wurde Max Hacke für das Studierendenhaus der TU Braunschweig mit dem DAM Preis 2024 ausgezeichnet.
„In Praxis, Forschung und Lehre beschäftige ich mich mit der Rolle von Architektur bei der Gestaltung sozialer und kollektiver Dynamiken. Konzeptionelle Schwerpunkte bilden dabei Wandelbarkeit und Flexibilität von Architektur sowie die Tendenz, Architektur als Prozess zu verstehen und weniger als Objekt. Dabei sind Projekte immer auch ein Resultat kollaborativer Arbeitsweisen.“
MODERATION
Die Veranstaltung wurde moderiert von Peter Cachola Schmal, dem Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt am Main.
Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) wurde 1984 eröffnet und organisiert Wechselausstellungen zu nationalen und internationalen Architektur- und Städtebauthemen des 20. und 21. Jahrhunderts, präsentiert in einer ehemaligen Gründerzeit-Villa am Museumsufer in Frankfurt am Main mit dem eingestellten, ikonischen Haus-im-Haus von Architekt Oswald Mathias Ungers. Als Diskussionsort für aktuelle Fragen veranstaltet es Tagungen und Workshops, gibt Publikationen heraus und bietet ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche.
Zwischen 2022 und 2024 befindet sich das Museum im Umbau. Das „DAM Ostend“ am Danziger Platz in Frankfurt am Main wird zum Interimsquartier für Ausstellungen und Veranstaltungen.
www.dam-online.de
Bild: © Kirsten Bucher
Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) wurde 1984 eröffnet und organisiert Wechselausstellungen zu nationalen und internationalen Architektur- und Städtebauthemen des 20. und 21. Jahrhunderts, präsentiert in einer ehemaligen Gründerzeit-Villa am Museumsufer in Frankfurt am Main mit dem eingestellten, ikonischen Haus-im-Haus von Architekt Oswald Mathias Ungers. Als Diskussionsort für aktuelle Fragen veranstaltet es Tagungen und Workshops, gibt Publikationen heraus und bietet ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche.
Zwischen 2022 und 2024 befindet sich das Museum im Umbau. Das „DAM Ostend“ am Danziger Platz in Frankfurt am Main wird zum Interimsquartier für Ausstellungen und Veranstaltungen.
www.dam-online.de
Bild: © Kirsten Bucher